„deyner sunde Diener“?

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11.03.2026
„deyner sunde Diener“? 0 Uhr
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Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.

Kirchbrunnenstraße 32, 74072 Heilbronn-Innenstadt

Dr. Rüdiger Nolte beleuchtet in seinem Vortrag Johann Sebastian Bachs Umgang mit der Rolle der "Jüden" in seinen großen Passions-Oratorien. Wollte er die Gemeinde beeinflussen? Oder spiegeln die Werke schlicht die antijüdische Konvention seiner Zeit? Johann Sebastian Bachs sogenannte „Judenchöre“ in seiner Johannes- und Matthäus-Passion stören unser Ideal von Bach, dessen musikalische Kunst uns tief berührt und staunen lässt. Wollte er die Gemeinde der Leipziger Thomaskirche im Sinne der judenfeindlichen Textvorlage zusätzlich beeinflussen? Oder spiegelt seine kompositorische Kunst schlicht die antijüdische Konvention seiner Zeit? Antijudaismus war in Europa seit Jahrhunderten etabliert, Judenverachtung eine verbreitete Haltung – oft religiös begründet, aber meist kirchlich-machtpolitisch bestimmt. Dr. Rüdiger Nolte zeigt auf, wie Bach die Passionsberichte der Evangelien theologisch ergänzt und deutet: Wie ging der Komponist um mit den biblischen Berichten über die Passion Jesu? Welche Rolle kommt den „Jüden“ in Bachs großen Passions-Oratorien zu? Im Vortrag wird versucht, J. S. Bachs oratorische Passionen auch im Zusammenhang zu sehen mit einer tiefsitzenden europäischen Tradition, mit der auch wir es heute noch zu tun haben – nicht zuletzt mit unserer Rezeption sakraler Kunst. Erleben wir eigene antijudaistische Verstrickungen im Kunst-Erlebnis der Bachschen Passionen?

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