Perspektivwechsel - Demokratie erleben und verstehen

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29.01.2026
Perspektivwechsel - Demokratie erleben und verstehen 0 Uhr
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Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.

Kohnser Weg 3c, 37574 Einbeck

„Perspektivwechsel“ in Einbeck: Aussteiger berichten über Extremismus und Demokratie Wie entsteht Extremismus – und wie gelingt der Ausstieg? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Ende Januar 2026 ein Präventions- und Bildungsprojekt in der Multifunktionshalle Einbeck. Unter dem Titel „ Perspektivwechsel – Demokratie erleben und verstehen “ stehen politische Bildung, Dialog und die Stärkung demokratischer Werte im Mittelpunkt. Hauptakteure des Projekts sind die beiden bekannten Extremismus-Aussteiger Philip Schlaffer und Axel Reitz , die offen und selbstkritisch über ihre Biografien, Radikalisierungsprozesse und ihren Ausstieg aus der rechtsextremen Szene berichten. Geplant ist ein zweitägiges Veranstaltungsformat am 28. und 29. Januar 2026 , das sich insbesondere an Jugendliche, junge Erwachsene sowie pädagogische Fachkräfte richtet. Das Projekt wird von der Multifunktionshalle Einbeck gemeinsam mit Extremislos e.V. und der Polizei sowie Schulen und weiteren Präventionspartnern umgesetzt. An den Vormittagen finden Schulveranstaltungen statt, bei denen Schlaffer und Reitz in Impulsvorträgen und moderierten Fragerunden Einblicke in die Mechanismen extremistischer Szenen geben. Thematisiert werden unter anderem Gruppendruck, Ideologien, Gewalt, Online-Radikalisierung und die Frage, warum junge Menschen anfällig für extremistische Angebote werden. Ehemalige Szene-Insider als Präventionsarbeitende Philip Schlaffer war in den 1990er- und 2000er-Jahren tief in der gewaltbereiten Neonazi- sowie später in der Rocker- und Rotlichtszene verstrickt. Heute engagiert er sich aktiv gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt. Seine Vorträge gelten als besonders eindrücklich, da sie nichts beschönigen und die realen Konsequenzen extremistischer Lebenswege aufzeigen. Axel Reitz, früher eine der bekanntesten Figuren der deutschen Neonazi-Szene, hat sich bereits 2012 vollständig vom Extremismus losgesagt. Heute arbeitet er als zertifizierter Anti-Gewalt-Trainer, Deeskalationscoach und Referent für staatliche und zivilgesellschaftliche Institutionen. In seinen Vorträgen analysiert er Radikalisierungsprozesse und zeigt Wege auf, wie Prävention und Deradikalisierung gelingen können.

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