Internationaler Holocaustgedenktag – Gedenkveranstaltung in Hann. Münden

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27.01.2026
Internationaler Holocaustgedenktag – Gedenkveranstaltung in Hann. Münden 0 Uhr
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Deutsche Zentrale für Tourismus e.V.

Lotzestraße 2, 34346 Hann. Münden

Er ist keine Pflichtveranstaltung, sondern ein Bekenntnis zur Verantwortung, zum Ziehen von Lehren aus der Geschichte – besser noch: ein Prüfstein zur Verankerung der Menschenwürde in Gegenwart und Zukunft. Der Holocaustgedenktag erinnert an eine der schlimmsten Phase menschlicher Barbarei, die glücklicherweise mit der Befreiung von Auschwitz ein Ende fand; ein Hoffnungsschimmer für eine bessere Zukunft.   Ist die Geschichte der Menschheit eine von Krieg und Gewalt oder eine von Nächstenliebe und Hoffnung? Seit 1945 gab es zahlreiche Wendepunkte zum Besseren, aber auch einige Rückschritte. Das Jahr 2026 hat begonnen. Es scheint ein Jahr zu werden, das in zahlreichen politischen und gesellschaftlichen Ebenen eher mehr Fragen aufwirft als Antworten zu geben. Gleichgültige Ohnmacht oder lebendiges Eintreten für die Demokratie? Der Holocaustgedenktag wird mehr und mehr zu einem Gradmesser der Selbstprüfung. Die Stadt Hann. Münden lädt ein: 27.01.2026 ab 18 Uhr Gedenkansprachen an der Stele an der Südseite des Rathauses von Bürgermeister Tobias Dannenberg, Sarah Heerlein und Stefan Schäfer Stilles Gedenken Anschließend im Corvinushaus:  Bildvortrag „Macht des Bösen – Kraft der Versöhnung“ Eine Bildungsreise führte Stefan Schäfer im September 2025 für eine Woche nach Łódź in Polen. Nach dem Überfall auf Polen durch die Wehrmacht wurde Lodsch, wie es von der dort lebenden deutschen Minderheit genannt wurde, in Litzmannstadt umbenannt und in das Deutsche Reich eingegliedert. Zuvor wurden in der pulsierenden Industriemetropole Polnisch, Jiddisch, Deutsch und Russisch gesprochen. 1940 errichteten die deutschen Besatzer mitten in der Stadt das jüdische Ghetto Litzmannstadt. Es folgte die Errichtung des Vernichtungslagers Kulmhof unweit von Łódź und die schrittweise Räumung des Ghettos. Ab Dezember 1941 begann dann der Massenmord. Litzmannstadt sollte so etwas wie eine „deutsche Musterstadt“ werden. Am 01.01.1926 wurde in Łódź Leon Weintraub geboren. 1940 steckte man ihn mit seiner jüdischen Familie ins Ghetto, bevor man ihn 1944 nach Auschwitz verschleppte. Wie durch ein Wunder überlebte er die Shoah. Mit unbändiger Energie und Lebenskraft steht er bis heute als Zeitzeuge für das Wachhalten der Erinnerung, aber auch für die Verständigung ein. Wir durften ihn im November 2024 in unserer Stadt erleben. Durch ihn entstand eine unvergessliche Reise, die nicht nur Einblicke in die Abscheulichkeit der Barbarei gab, sondern auch die Wärme der Versöhnung zeigte.  „Denkst du bisweilen darüber nach, was passieren wird, wenn es irgendwann einmal keine Holocaust-Überlebenden mehr gibt?“ „Ich bin Optimist. Wenn ich an etwas glaube, dann ist es der menschliche Verstand, der derartige Verbrechen nicht mehr zulassen wird“, schrieb Leon Weintraub an Magda Jaros im Interview der gemeinsamen Biografie „Die Versöhnung mit dem Bösen“. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Verantwortung, danach zu handeln, in unsere Hände gelegt wird.

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