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Gespielt wird das Stück „Alles für die Katz“, ein Lustspiel in drei Akten, von Anita Pastoor.
Diese hat das Stück in Plattdeutsch für ihre Theatergruppe in Elisabethfehn geschrieben und im vergangenen Herbst sehr erfolgreich dort auf die Bühne gebracht. Beim Herbstseminar des Arbeitskreises Theaterautoren (AKTA) innerhalb des Oldenburgischen Heimatbundes „De Spieker“, kam die Idee, den Dreiakter auch auf Juist zu spielen. Für die Autorin ist es das erste Mal, dass eines ihrer Stücke auf einer anderer Bühne gespielt wird. Stefan Erdmann hat dann eine hochdeutsche Übersetzung des Stückes erstellt. Auch wurde das Stück für die Begebenheiten auf Juist adaptiert: So musste unter anderem mangels Männern eine männliche Rolle in eine weibliche umgeschrieben werden. Eine Besonderheit in diesem Jahr ist auch, dass vor einer Außenkulisse gespielt wird, die Handlung spielt sich draußen vor einer Bäckerei ab, was besondere Anforderungen an das Bühnenbild stellt.
Sigrid Plumboom (Margrith Bucher), die nach dem Tod ihres Mannes ihrer Bäckerei alleine führt, erwartet eine Erbschaft. Sie hat mit Baronin Elenor van Westbridge adelige Verwandtschaft in England, und ihre Tante, zu der sie keinen Kontakt hatte, hat in ihrem Testament Sigrid als Erbin eingesetzt. Allerdings ging die Tante davon aus, dass sie eine intakte Familie mit Kind und ihr Mann – wie früher geplant – ein Juweliergeschäft führt. Zur Verlesung des Testamentes hat sich eine gute Freundin der Verstorbenen, Baroness Katharina van Canterbury (Elisabeth Tobaben) zusammen mit Hofdame und Sekretärin Victoria (Elke Zabada) auf den Weg geschickt.
Nun ist guter Rat teuer, aber Sigrid will die Erbschaft unbedingt antreten, denn ihre Tante galt als sehr wohlhabend. So muss ihr Nachbar, der Schlachter Franz Neumann (Stefan Erdmann), solange als Ehemann fungieren und die Bäckerin Lotta (Elina Extra), die bei ihr angestellt ist, als Tochter herhalten. Beide wollen beim Schwindel mithelfen, allerdings stößt das auf wenig Anklang bei Franz' Ehefrau, Anna (Heike Westkott). Ebenfalls mitspielen muss Franz', der Lebemann Bodo Bosse (Heike Peters), denn als ausgebildeter Schlachter soll er Franz' Betrieb führen, während Franz den Ehemann spielt. Als Baroness und Hofdame erscheinen, taucht zu allem Überfluss eine junge Thailänderin namens Nok Nok (Sylvia Hupens) auf, von der man erst nicht weiß, welche Rolle sie spielt. Für Überraschungen sorgen schließlich sowohl die Erbschaft als auch die Thailänderin und „Madame Muffin“.
Die Theatergruppe "Antje Möh" des Juister Heimatvereins bringt erneut ein humorvolles Stück auf die Bühne, das skurril erscheint, aber eine wahnsinnig gute Geschichte erzählt!
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