TOURDATA
Schlossweg 2, 3340 Waidhofen an der Ybbs
Die Autorinnen lesen aus ihren aktuellen Gedichtbänden "fischgrätentage" und "Salamanderin".
Musikalische Umrahmung: Sandra Stini - Querflöte / Lorenz Maderthaner - Oboe
Elke Laznia, geboren 1974 in Klagenfurt, lebt als freie Schriftstellerin in Salzburg und Wien.
Textveröffentlichungen in manuskripte, SALZ etc. Zahlreiche Preise: 2012 Rauriser Förderungspreis und manuskripte-Förderungspreis, 2013 Maria-Zittrauer-Lyrikpreis, 2016 Georg-Trakl-Förderungspreis, 2017 Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt, 2021 Feldkircher Lyrik-Publikumspreis, 2023 Klagenfurter Kulturpreis, 2024 Franz-und-Eugenie-Kain-Literaturpreis und Alois Vogel-Literaturpreis, nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2024, 2025 Helena-Adler-Preis für rebellische Literatur.
2014 erschien ihr Debüt Kindheitswald, 2017 Salzgehalt, 2019 Lavendellied und 2024 fischgrätentage, alle im Müry Salzmann Verlag.
Katharina Ferner
In den Gedichten wird unentwegt kommuniziert: Das lyrische Ich - eine junge Frau telefoniert und stolpert über das Kabel, sie schreibt und liest Postkarten, sogar Telegramme gibt es, dazu Nachrichten am Display. Natürlich ist es trotzdem kompliziert, sich und einander zu verstehen, Doppeldeutigkeiten und Uneigentlichkeiten lassen viel Spielraum, von der Zermürbung gelangt man zum Mürbteig, im Appetit steckt petit, aber im Verlust ist immerhin auch Lust zu finden. Um den Mehrgleisigkeiten eine weitere Dimension zu verleihen, sind die Gedichte in Hochsprache und Dialekt verfasst, wobei sich die beiden Sprachen gegenseitig Facetten schenken, wenn etwa anlenden und anlehnen wie in einem Kippbild hin- und herwechseln. Und als wären die gegenwärtigen Mitmenschen nicht genug, verortet sich die Protagonistin auch in der Literaturgeschichte, im Mit- und Gegeneinander von Ingeborg Bachmann und Max Frisch etwa, und wir alle wissen, wie komplex diese Beziehung war....