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BILDERVORTRAG: Thomas Sander, freiberuflicher Architekturhistoriker, eröffnet Einblicke in die baulichen und sozialen Kehrseiten des Alten Marktes.
Die prächtigen Häuser rings um den Alten Markt, ob Palast Barberini oder Altes Rathaus, wurden von jeher gemalt, fotografiert und beschrieben, die Zahl der Postkarten ist Legion, die Literatur dazu unüberschaubar. Dabei lag der Fokus von jeher auf den Fassaden mit ihren Säulen, Vasen und Statuen.
Nur selten aber wanderte der Blick ins Innere der Häuser oder gar in die Höfe. Dabei spielte sich hier ein Großteil des Lebens ab. Mitunter nicht größer als ein Lichtschacht, wurden hier die verschiedensten Gewerke, Gastwirtschaften und Lager betrieben, gab überall Stallungen und Remisen, später auch Garagen. Vor allem aber befanden sich hier bis ins 20. Jahrhundert hinein die Außenaborte mit ihren Schlammfängen und Schmutzwasserrinnen. Kein Wunder, das kaum ein Künstler oder Tourist hier seine Nase reinsteckte. Von den Höfen um den Alten Markt ist nichts geblieben. Und dennoch bleiben Fragen: Wie sah es in ihnen früher aus und wer lebte und arbeitete hier auf der Kehrseite der Pracht?
Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms der Ausstellung "Platz____ für Neues? Visionen für den Alten Markt 1945-2025".
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