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„Roswitha von Gandersheim? Noch nie gehört.“ – Symposium lädt zum Streit über eine der frühesten Autorinnen Europas ein
Bad Gandersheim – Mit einem bewusst provokanten Titel lädt das Literaturhaus Bad Gandersheim zu einem interdisziplinären Symposium ein, das sich einer der rätselhaftesten Figuren der europäischen Literaturgeschichte widmet: Roswitha von Gandersheim. Unter dem Titel „Roswitha von Gandersheim? Noch nie gehört.“ versammelt die Veranstaltung Wissenschaft, Theater und künstlerische Praxis im Historischen Kaisersaal der Stadt.
Das zweitägige Symposium findet von Freitag (Spätnachmittag) bis Samstag (Mittag) statt und verbindet Fachvorträge, moderierte Diskussionen sowie eine szenische Performance zu einem offenen Denkraum. Im Mittelpunkt steht nicht die unkritische Würdigung einer historischen Figur, sondern die grundlegende Frage: Wer war Roswitha – und warum brauchen wir sie heute?
Roswitha von Gandersheim, die im 10. Jahrhundert im gleichnamigen Stift lebte, gilt als eine die frühesten namentlich bekannten Autorinnen Europas nach der Antike. Doch ihr Bild ist bis heute von Unsicherheiten geprägt: Biografische Fakten sind rar, ihr Werk schwer einzuordnen, ihre Rezeption von späteren Deutungen überlagert. Das Symposium greift diese Spannungen auf und stellt zentrale Zuschreibungen bewusst zur Diskussion.
„Es geht nicht darum, einen Mythos zu bestätigen, sondern zu hinterfragen, was wir aus Roswitha gemacht haben – und warum“, so die Veranstalter. Dabei richtet sich der Blick auch auf die Gegenwart: Welche Rolle spielt Roswitha heute für kulturelle Identität, für Literaturvermittlung und für die Positionierung einer Stadt im historischen und politischen Kontext?
Das Programm umfasst drei Fachvorträge renommierter Referentinnen und Referenten sowie eine künstlerische Annäherung an Roswithas Texte. Mitwirkende sind unter anderem der Intendant der Gandersheimer Domfestspiele, Achim Lenz, die Klassische Philologin Prof. Dr. Christine Walde (Universität Mainz) sowie der Dramaturg Prof. Hanns-Dietrich Schmidt (Folkwang Universität der Künste). Ergänzt wird das Symposium durch die szenische Performance „Roswitha spricht“ des Schauspielers Jan Kämmerer, die die Texte der Dichterin unmittelbar erfahrbar macht.
Das Symposium versteht sich ausdrücklich als Einladung zum Dialog - zwischen Wissenschaft und Kunst, zwischen historischer Forschung und gegenwärtiger Perspektive. Es richtet sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an literaturinteressierte Besucherinnen und Besucher. Mit der Veranstaltung setzt das Literaturhaus Bad Gandersheim einen programmatischen Akzent im Rahmen seiner Arbeit: Literatur soll nicht nur vermittelt, sondern als öffentlicher Denk- und Erfahrungsraum erlebbar werden.
Veranstaltungsort: Historischer Kaisersaal, Bad Gandersheim
Dauer: Freitag (ab 14:30 Uhr) bis Samstag (ca. 13:30 Uhr)
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung werden zeitnah bekannt gegeben.
Ansprechpartner: Julia Lormis: julia@lormis.de
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