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Albert Camus’ Stück von 1949 basiert auf wahren Begebenheiten. Moskau 1905: Eine Gruppe sozialrevolutionärer Aktivisten plant ein Attentat auf den russischen Großfürsten Sergei, um die Unfreiheit und Unmenschlichkeit der Diktatur zu bekämpfen. Der Poet Kaljajew soll die Bombe werfen, allerdings bringt er es nicht fertig, als er in der Kutsche des Großfürsten auch Kinder sitzen sieht. Die Diskussionen über das moralische Für und Wider folgen. Mit Ausnahme eines Mitglieds ist sich die Gruppe darin einig, keine unschuldigen Kinder töten zu wollen.
Um dem älteren Stepan seine Eignung zu beweisen, unternimmt Kaljajew einen zweiten Versuch. Das Attentat gelingt, Kaljajew wird jedoch festgenommen. Im Gefängnis wird er von der Großfürstin aufgesucht. Sie will sein Bekenntnis zum Mord, dass Kaljajew ihr verweigert. Er sieht sich als Kriegsgefangener im Kampf um Gerechtigkeit. Auch seine Gefährten verrät er nicht.
Camus untersucht in Die Gerechten das „Recht darauf, zu töten“. Ist ein Attentat aus moralischen Gründen gerechtfertigt? Ist es je zu rechtfertigen? Macht Terror aus Menschenliebe einen Terroristen zum ‚besseren Terroristen‘? Camus dekliniert die Dialektik von Gewalt und Gegengewalt durch. Der unaufhebbare Zwiespalt, dass Gewalt weder zu rechtfertigen noch zu vermeiden ist, steht gegen Camus' Haltung andererseits, dass keine Ideologie Gewalt gegen ihre Gegner rechtfertigt.
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