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Zum diesjährigen Internationalen Museumstag am 17. Mai lädt die Gedenkstätte Lindenstraße alle Interessierten wieder ganztägig kostenfrei in die Gedenkstätte und zu Führungen ein. Neben Überblicksführungen durch die Gedenkstätte in deutscher und englischer Sprache, findet auch eine Kuratorenführung durch die aktuelle Sonderausstellung statt. Die Audioguides sind an diesem Tag ebenfalls kostenfrei erhältlich. Neben den Sprachen Deutsch, Deutsche Leichte Sprache, Englisch, Spanisch und Französisch, sind ganz neu im Angebot auch die Sprachen Polnisch und Dänisch.
Um 16:30 Uhr findet eine Kuratorenführung durch die aktuelle Sonderausstellung „Das graue Elend von Potsdam. Sowjetischer Haft- und Tribunalort Lindenstraße 1945–1952“ statt. Die Ausstellung nimmt die sowjetische Nutzungsphase des Potsdamer Justiz- und Haftortes Lindenstraße in den Blick. Dieses Areal beschlagnahmte der sowjetische Geheimdienst im Juli 1945. Er nutzte es bis 1952 im Kontext von Entnazifizierung und der Errichtung einer neuen Diktatur stalinistischer Prägung. Der Haftort Lindenstraße diente als überregionales Sammel-, Untersuchungs- und Durchgangsgefängnis für mehr als 2.000 Männer, Frauen und Jugendliche aus über 15 Nationen Europas. Im Gerichtssaal tagten Sowjetische Militärtribunale. Sie verhängten in Prozessen, die keinerlei rechtstaatlichen Grundsätzen entsprachen, unverhältnismäßig hohe Strafen bis hin zur Todesstrafe.
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