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Das Museum Angermünde präsentiert vom 5. Juni bis 2. August 2026 die Sonderausstellung „Anna von Buch: Bilder einer Region“. Die Ausstellung zeigt Fotografien aus den Jahren 1933 bis 1943 und eröffnet einen eindrucksvollen Blick auf das Leben in der Uckermark zwischen
Beständigkeit und Umbruch.
Zu den besonderen Schätzen einer Familie gehören Fotografien. Mit rund 2.000 Negativen ihrer Aufnahmen hinterließ Anna von Buch nicht nur ihrer Familie, sondern auch der regionalen Erinnerungskultur ein außergewöhnliches Erbe. Als Anna von Buch und ihr Mann Alexander im April 1945 infolge eines Räumungsbefehls ihr Gut Wilmersdorf verlassen mussten, begleiteten die Negative den Treck auf die Flucht. Bis heute befinden sie sich im Familienbesitz. Erst durch ihren Enkel Dietrich von Buch, der seit 1996 wieder in Wilmersdorf lebt, wurden die Negative gesichtet, sortiert und kategorisiert. Unterstützt wurde er dabei vom Angermünder Fotografen Ronald Mundzeck, der die historischen Aufnahmen in aufwendiger Arbeit digitalisierte. Diese Vorarbeiten ermöglichten die heutige Präsentation der Fotografien.
Die Ausstellung vereint Familienporträts, Aufnahmen des ländlichen Lebens sowie Stadtansichten – unter anderem aus Prenzlau. Die Bilder dokumentieren den Alltag einer Region in bewegten Zeiten und besitzen zugleich einen besonderen ästhetischen Reiz.
Frauke Mankartz, Leiterin des Museums Angermünde, erklärt:
„Die Fotos sind historische Zeugnisse einer ländlichen Region zwischen Beständigkeit und Umbruch und haben darüber hinaus, obwohl Anna von Buch Amateurfotografin war, neben dem dokumentarischen Wert einen atmosphärisch-ästhetischen Reiz. Dies macht die besondere Qualität der Fotos aus.“
Das Museum Angermünde widmet sich unter dem Leitmotiv „Geschichte und Geschichten“ der Kulturgeschichte der südlichen Uckermark. Die Fotografien von Anna von Buch ergänzen die Dauerausstellung des Hauses und eröffnen zugleich neue Perspektiven auf die Regionalgeschichte der 1930er- und 1940er-Jahre.
„Es ist erfreulich, dass ausgewählte Motive des ‚Bilder-Schatzes‘ bereits in Wilmersdorf präsentiert worden sind. Im Museum Angermünde besteht die Möglichkeit, die bislang wenig bekannten Fotografien aus Privatbesitz einem größeren Publikum zugänglich zu machen.“
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