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Nach dem ersten Weltkrieg übernahm sein Sohn Wilhelm Müller die Tischlerwerkstatt. Es wurde eine Wohnung im Werkstattgebäude eingerichtet. Der Betrieb wurde seitdem als Kunsttischlerei weitergeführt, in der ausschließlich hochwertige Möbel als Einzelanfertigungen hergestellt wurden.
Die Produktion von Möbeln stellte nach dem Zweiten Weltkrieg, als nicht mehr wirtschaftlich heraus und das Geschäft veränderte sich - weg von einem herstellenden Betrieb, hin zu einem handelnden Betrieb. Das war der Grund für den Abbau und die endgültige Stilllegung des Werkstattbetriebes in den 60er Jahren. 1958 machte sich Werner Müller selbstständig und leitete das Möbelgeschäft Diedrich Müller in Neuenburg. Er eröffnete zwei Filialen in Delmenhorst und Berlin. Zum Schluss arbeitete Wilhelm Müller allein und ging mit 67 Jahren in den Ruhestand. Nach dem Tod Wilhelm Müllers im Jahre 1986 ging das Gebäude in Neuenburg in die Hände des Sohns, Werner Müller, über. Seit diesem Zeitpunkt gab es dort keinen Betrieb mehr; das Werkstattinterieur wurde jedoch nicht verändert. Im Jahre 2001 wurde das Gebäude schließlich an die Gemeinde Zetel verkauft und zu einer für die Region einmaligen Sehenswürdigkeit.
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