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Pünktlich zu Beginn der Fastenzeit, am Sonntag nach Ende des Faschings, erleuchten jedes Jahr imposante Funkenfeuer an exponierten Stellen den Allgäuer Nachthimmel. Der alemannische Brauch aus grauer Vorzeit soll - symbolisiert durch eine Strohhexe - den Winter vertreiben und böse Geister abwehren. Andere Überlieferungen schreiben ihm Fruchtbarkeitsriten und keltische Brandopfer zu.
Schon Wochen und Monate vorher werden Holzvorräte gesammelt. Am Funkenplatz werden sie dann zu einem großen Haufen aufgeschichtet. Je höher der Funken - desto besser. In die Mitte des Haufens wird die sogenannte "Funkenhex" befestigt. Sobald es dunkel wird, wird dann der Funken mit brennenden Fackeln entzündet. Nun beweist sich die Kunst der Funkenbauer: Je länger der Funken braucht, um ganz abzubrennen, desto besser wurde er gestapelt. Die Vernichtung der "Funkenhex" ist der Höhepunkt des Brauchtums.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
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